Erneuerbare Energien statt Klimawandel!

Greenpeace protestiert an der Porta Nigra
Etwa 20 Greenpeace-Aktivisten protestieren an der Porta Nigra gegen die geplante Investition der Stadtwerke Trier in mindestens ein Kohlekraftwerk. Auf dem Wahrzeichen der Stadt hängt am Nachmittag ein Banner von 90 Quadratmetern Größe gehängt. Seine Botschaft: „Klimaschutz jetzt, kein Stadtratsbeschluss für Kohlekraft!“ Zugleich werden auf dem Vorplatz Unterschriften für die Einwohneranträge des kürzlich gegründeten "Bündnis für Erneuerbare Energien in Trier" gesammelt. Der Grund: Die Stadtwerke wollen sich mit mehreren Millionen Euro am Ausbau der Kohlekraft beteiligen. Durch diese Investition sollen künftig 10% des Trierer Stromverbrauchs gedeckt werden.

„Wir wollen nicht zulassen, dass die Stadtwerke diese klimaschädigende Entscheidung treffen!“, protestiert Michael-Ron Stallwood, Pressesprecher der Greenpeace-Gruppe Trier. „Das Geld wäre besser in erneuerbare Energien hier in der Region investiert! Erneuerbare Energien schaffen doppelt so viele Arbeitsplätze wie fossile Energielieferanten. Unabhängigkeit vom schwankenden Strommarktpreis und importierter Kohle sind so ebenfalls zu sichern. Außerdem ist angesichts des Klimawandels eine Investition in Kohle nicht zu verantworten.“

Die Stadtwerke sind zu 56 % in den Händen der Stadt. Der Stadtrat hat daher bei allen Entscheidungen bezüglich des Unternehmens Veto-Recht. „Wir fordern den Stadtrat auf, von diesem Recht Gebrauch zu machen!“, erklärt Stallwood. „Um unserer Region sinnvoll zu helfen, die Kommunen zu stärken und eine zukunftsorientierte Energiepolitik zu betreiben, darf sich Trier nicht von RWE zu solchen Investitionen überreden lassen!“ Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist die einzige sinnvolle Lösung. Sie ist machbar, wie der Trierer Prof. Dr. Dr. h.c. Bernhard Hamm in seiner Studie "Regionales Energiekonzept für die Region Trier" feststellt. In den Einwohneranträgen wird deshalb auch der Ausbau erneuerbarer Energien statt Kohlekraft gefordert. Die Einwohneranträge stehen auf http://gruppen.greenpeace.de/trier/buendnistrier.html zm Herunterladen bereit. Teilnehmen kann daran jeder ab 16, der mit Erstwohnsitz in Trier gemeldet ist.

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