Götterdämmerung der Gentechnik?

Heide Weidemann 
| 14. April 2006 
Es sieht ganz so aus, als ob Syngenta und Co. anfangen einzusehen, dass sie die Gefahr der unkontrollierten Verbreitung gentechnisch veränderter Organismen im Freiland nicht länger leugnen können. Aber deshalb aufgeben? Oh nein, da erfindet man doch lieber eine neue fantastische Geschichte und setzt in die Welt: Wenn uns die Gentechnik eines Tages doch nicht mehr gefällt, fangen wir einfach wieder von vorne an, mit gentechnikfreiem Saatgut, das im Saatgutbunker im hohen Norden Norwegens auf seinen Einstz wartet. Im Ernst? Und wie hindern wir die gentechnisch infizierten "Brüder und Schwestern" auf unseren Äckern daran, die neue Nachbarschaft auch moch zu schlucken? Oder - ist das Saatgut etwa für die zweite Erde bestimmt, die die Gentech-Industrie in der Tasche hat, wenn hier endgültig "Feierabend" ist? Bei soviel Fantasterei könnte es aber auch schlichtweg dazu kommen, dass der "Anfang vom Ende" der Agro-Gentechnik eingeläutet wird. Schön wär's!

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Saatgut-Bunker

Bunkermentalität der Gentechnikbefürworter