Leitartikel

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Gedanken zur Zukunft der AfD
Die AfD hat keine Zukunft, weil sie Geschichte, Vergangenheit nicht begreift
Die wahre Alternative 
| 10. Oktober 2018 
Die Geister, die sie rufen, werden sie nicht mehr los. Die rechtsextreme Revolution wird wie ehedem die linksextreme ihre eigenen Kinder auffressen. Der Mob, der Pöbel, die Hardcore-Nazis werden nicht Halt machen vor Gauland und Weidel und wie die hochstudierten Aufwiegler alle heißen mögen. Selbst Höcke ist ein Getriebener seiner Phrasen. Die Eskalationsleiter des Extremismus zermalmt den Protestgestus, pulverisiert ihn förmlich. Die Büchse der Pandora ist geöffnet worden, weil die neoliberalen Parteien nach der Niederringung des "realen Sozialismus" die Menschen unbarmherzig der konzerngesteuerten Globalisierung ausgeliefert haben für ihren Machterhalt. In dumpfer Wut, in Sprachlosigkeit wütet der Protest, der berechtigt aber ziellos den rechtsextremen Rattenfängern Beute liefert. Das ist wie Pest und Cholera. Die Sozialdemokraten, Linken, die Grünen erscheinen nicht mehr als glaubwürdige Alternative, denn alsbald in "Regierungsverantwortung" beugen sie sich alle den kapitalistischen "Sachzwängen". Und die AfD ist da die nihilistische Perversion zu einer möglichen Alternative. Doch nach wie vor gilt:"Es rettet uns kein höheres Wesen, kein Gott, kein Kaiser noch Tribun, uns aus dem Elend zu erlösen, können nur wir selber tun!" (Liedzeile aus dem Arbeiterkampflied "DIE INTERNATIONALE") Oder aber "Einer für alle, alle für Einen!" (Raiffeisen) ABER selbst diese edlen Gedanken wurdenund werden pervertiert, was uns dennoch nicht abschrecken sollte, von wegen: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!" (Erich Kästner) [»]
Oben und Unten
Ein Essay von Jürgen Maier, Berlin
Jürgen Maier 
| 12. Februar 2016 
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Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forums Umwelt und Entwicklung ist ist einer der Hauptakteure des Widerstandes gegen das Freihandelsabkommen TTIP. In seinem vorliegendem „polemischem Essay Oben und Unten“ zeigt er rücksichtslos - er schlüpft dabei aus seinem „Korsett als „Geschäftsführer“ im Auftrage der „Zivilgesellschaft" heraus und lenkt vielmehr als der Bürger Jürgen Maier die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche, nämlich auf die Wirtschaftspolitik. Dies im Sinne des Bonmots von Bertholt Brecht, was da lautet „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.“ Jürgen Maier will schlicht und ergreifend, dass wir uns wieder grundlegend mit Wirtschaft beschäftigen. Also damit, wo die Voraussetzungen für das „Fressen“ als materielle Grundlage der „Moral" geschaffen werden. Und dies hat natürlich etwas zu tun mit Oben und Unten, will sagen, wer entscheidet, wer was und wie viel zum „Fressen“ bekommt. Jedenfalls, konstatiert Jürgen Maier, dass für diejenigen, die in unserer Gesellschaft unten als Globalisierungsverlierer gelandet sind, die sich mit prekären Arbeitsbedingungen durchschlagen müssen, die abgerutscht sind in die Altersarmut, der moralische Appell der Bundeskanzlerin „Wir schaffen das?“ - nämlich die Integration der Flüchtlinge - als eine Bedrohung empfunden werden muss. Weil dort sofort knallhart die Gegenfrage gestellt wird: „Wer bezahlt das, wenn nicht wir?“, sowie „Bleibt genug für uns zum Fressen? Dieser polemischer Essay weicht diesen Fragestellungen nicht aus, sondern fordert hellsichtig ein, dass wir uns endlich ehrlich machen sollen, wie denn tatsächlich alle Menschen nachhaltig genug zum „Fressen“ erhalten können. Und das hat was mit Wirtschaft zu tun, das hat viel mit Oben und Unten zu tun. [»]

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