Mein Floß: Ich leb auf meinem hölzernen Floß...

Wolfgang Maciuga und seine poetische Zelebrierung des glücklichen Einsamseins
| 23. Juni 2020 

Mein Floß

Ich leb auf meinem hölzernen Floß,

aus grob gezimmertemn Brettern,

ich sitze darauf im weißgrauen Dunst

und warte auf besseres Wetter.

 

Sein Anker reicht tief in die Schwärze hinab,

er ist mir zu schwer, ihn zu lichten,

viel lieber wart ich das Unwetter ab,

und vertreib mir die Zeit mit Geschichten.

 

Ich bin nicht allein auf meinem Plateau,

Sonntags bewirte ich Tauben,

und täglich grüßt mich ein dicker Fisch,

mit erhobener Flosse und freundlichen Augen.

 

Ein Traum von verzauberten Sommertagen,

erwärmt mir die Seele beim Warten,

bald scheinen die ersten Strahlen herab,

auf den tunlichst gehegten, inneren Garten.

 

Lesermeinungen:

    Keine Kommentare
Für diesen Eintrag werden keine Kommentare mehr angenommen