Nutte

| 15. Juni 2020 

Drastisch, realistisch, angeekelt, aber das Elend nicht verdrängen und so zu Papier gebracht.

Nutte

Ich seh dich manchmal dort stehen,

wie ein Stück Wild auf der Lichtung,

das von sich denkt, daß es selbst der Jäger sei.

und sein Dasein beherscht in jeglicher Richtung.

 

Ich stell mir vor, wie Er zu dir kommt.

und jede Öffnung benutzt, die dein Körper ihm bietet.

wie er keucht und schwitzend Samen verspritzt,

in Erfüllung der grausamen, lüsternen Träume,

die die Alltagsmoral ihm verbietet.

 

Du fühlst nur Verachtung für ihn,

ohnehin ist da kaum noch was, daß du fühlst,

Ekel und Abscheu hast du lang verwunden,

wenn sich ein eiskalter Haken durch dein Inneres wühlt.

 

Du verkaufst warmes Fleisch am erkaltete Seelen,

die gierig und geil an dir nagen,

eine Parade von Schwänzen, die pumpen und stinken,

in dumpfer Erbärmlichkeit kaum zu ertragen.

 

Am Ende des Tages zählst du dein Geld,

der Lohn für´s Verkaufen glitschiger Träume,

wäscht den Unrat von Dir und aus dir heraus,

schließt die Augen und gehst,

aus deiner Glasscherbenwelt.

 

Bis morgen...

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