Pflastersteine

Wolfgang Maciuga (Immert im Hunsrück) präsentiert sein Gedicht "Pflastersteine" schnörkellos, jedoch eindringlich und mit einer treffsicheren Metapher
| 12. Juni 2020 

Pflastersteine liegen im Staub

dicht an dicht

so nah beieinander

doch sie berühren sich nicht

 

Liegen getrennt durch dünne Linien aus Dreck

bewegungslos, besinnungslos,

mit taubem Bewusstsein,

fragen nie nach dem Zweck.

 

Dringt Wärme und Licht,

durch die steinige Lähmung,

mag mancher beginnen, sich zu regen,

zerreißt die verhärteten Grenzen,

um sich still zu erheben

 

 

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