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Neue zeitgemässe Gedichte von Monika Karl
Richard Pestemer 
| 11. Januar 2021 
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Richard Pestemer 
|  6. Oktober 2020 
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MONIKA KARL: Gedichte zum Schmunzlen, zum Nachdenken
Monika Karl 
| 29. September 2020 
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Haiku des Tages
Richard Pestemer 
| 20. Juli 2020 
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FLEISCH 🥩
Richard Pestemer 
| 27. Juni 2020 
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Jenseits von Plus und Minus  [»]
Nutte
Wolfgang Maciuga 
| 15. Juni 2020 
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PFINGSTEN II
Im Kern des Taifuns...
Richard Pestemer 
|  1. Juni 2020 
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Reptiloide Schattenkrieger
Richard Pestemer 
| 18. Mai 2020 
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Aktuelles:

Franz Alt/Rudolf Bahro/Marko Fest (Edition Zeitsprung Berlin 2002):WEGE ZUR ÖKOLOGISCHEN ZEITENWENDE

Alle drei Autoren des Bandes sind sich darin einig, wir führen einen dritten Weltkrieg gegen die Natur. Wie wir darauf als planetarische Gemeinschaft antworten müßten, da wird man bei Alt, Bahro und Ferst unterschiedliche Schwer­punkt­setzungen erkennen. Sicher findet man auch den ein oder anderen Widerspruch. Das kann Anregungen zum Weiterdenken liefern. Die Berliner Republik steckt in Bezug auf die ökologische Herausforderung schwerer in der Krise als die Weimarer Republik auf Grund der braunen Gefahr. Gegen den Naziaufstieg hätte eine gemeinsame Kraftanstrengung aller demokratisch-emanzipatorisch gesinnten Menschen eine Chance haben können. Die ökologischen Weltkrise wird durch nichts zu stoppen sein, wenn nur lange genug abgewartet worden ist. Bahro nannte das: Schlafen mit offenen Augen. Ihm ist klar gewesen, wir gehen auf eine "dunkle Zeit" zu, wenn wir nicht einen geistig-seelischen Kultursprung wagen. Wenn es zu spät ist, dann wird es nicht mehr ausreichen unsere Industrie­grundlast um eine Zehnerpotenz zurückzunehmen. Nur wenn wir die Tragweite der historischen Aufgabe begreifen und dement­sprechend konsequent politisch handeln, haben wir überhaupt eine geringe Chance, einen finalen erdum­spannenden Totalitarismus abzuwenden. Egal ob der Bundeskanzler gerade von der SPD oder CDU/CSU gestellt wird: Die Unterschiede sind marginal. Gut, die CDU/CSU braucht noch einen Atom-GAU mehr zum Umdenken. Aber unter dem herkömmlichen Politikbetrieb mit seinem tönenden Kampfgerassel, braut sich längst eine menschliche Tragödie zusammen. Im Staatstheater stellt sich organisierte Verantwortungs­losigkeit zur Schau, Reformprozesse bleiben im Anziehungs­bereich der alten Ordnung. Eine mit Erfolgs­aussichten kommt nicht in Sicht. Die Ökologen verschiedener Richtungen, auch solche mit verschiedenen Parteibüchern in der Tasche, müssen in Deutschland, wohl aber auch in anderen Ländern und international sich gegenseitig die Bälle zuspielen. Wir brauchen eine Allianz gegen den Selbstmordkurs, einen Prozeß des Umdenkens und Umhandelns, bei dem die Protagonisten des Wirtschaftswachstum auf eine Position des passiven Widerstands zurückgedrängt werden. Der geistige Stahlbeton der in der Gesellschaft wird aufzubrechen sein. Das Volk und die Vordenker müssen mehr und tiefgründiger ins Gespräch kommen, es wird auszuloten sein, wo die verschiedenen Reform­ansätze ihre Stärken und Schwächen haben. Das braucht mehr verantwortungsbewußte Unterstützung aus den Medien heraus, da gibt noch viel zu oft die alte Sicht den Ton an. Das Buch von H. Scheer und C. Amery ist ein gutes Beispiel, wie die verschiedenen ökologischen Richtungen in den Disput kommen könnten, wenngleich offene Fragen auch noch eine Spur radikaler angesprochen werden sollten. Wir brauchen heute an den verschiedensten Orten Menschen, die sich aus den vorgegebenen Strukturen lösen und eine universale Verantwortlichkeit für eine Politik der ökologischen Zeitenwende, für einen ethisch-geistigen Paradigmenwechsel kenntlich symbolisieren.

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