Hoffnungen in Unfriedlicher Welt

|  8. Januar 2009 
Einfach so gefunden in den Papierbergen. Ein anonymes Gedicht aus dem Jahre 2003. Ein verzweifelt hoffendes Gedicht: Der Traum von einer ANDEREN WELT, einer FRIEDLICHEN WELT.

Eine andere Welt ist möglich?

 Trauer muss Elektra tragen

Ob des Schlachtengetümmels

Orpheus`Lyra zittert vergeblich

mag nur noch klagen

 

Schwarz und Weiß

färbt die Welt sich ein

Die oder Die ?

Tod und Tod erstirbt Wahrheit

 

Voller geiler Pracht

entfaltet Mars seine eitle Macht

schwingt sein unbarmherzig

Szepter übers Erdenrund

 

Hält in der Hand den Ring

des Verderbens

Hält mich im Bann

Lässt mich nicht los

Dr.Faustus der Vielgestaltige

rast durch die Seelenschlünde

der nichtigen Erkenntnis

rastlos auf der Spur

 

Halte ein: hier will ich verweilen !

Kein Anfang kein Ende, kein Ich, kein Du

Zeitreich, Zeitlos, Universum im Universum

Grenzenlose Grenze....

Den Ring abgestreift, im Gesicht der anderen

spiegelgleich Innen – und Außenwelt:

Ja, eine andere Welt ist möglich,

wenn wir loslassen, um uns zu finden

Elektra im blütenweißen Gewande:

Orheus rettet mit reinem Gesang

seine geliebte Eurydike

Seit an seit aus dem Hades schreitend

Mars mutiert zum Friedensfürst

Schwerter zu Pflugscharen

Beethoben: Alle Menschen

werden Brüder (und Schwestern)

 

Selbst Mr.Bush murmelt

auf den Höhen des Capitols:

Hab keine Macht, fühl mich so wohl:

innig vereint mit Onkel Saddam und

Bruder Usama im Wachsfigurenkabinett

der „Untergegangen Imperien“

 

12.03.2003

 

Für Johanna

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