Jesus der Bürgerschreck

War Jesus ein spiritueller Revolutionär?
| 31. Dezember 2008 
Heute ist Lothar Gothe, Ökobauer im Oberbergischen, 65 Lenze jung. Vor 40 Jahren spielte er in Köln als anti-autoritärer Sozialist, oder besser gesagt als Herz-Jesu-Sozialist, eine führende Rolle in der damaligen Studentenbewegung.

Jesus, der Schrecken des damaligen Jerusalemer Establisment und des römischen Besatzerregimes, machte sich gemein mit den Randgruppen, den Zöllnern, den Dirnen und dem übrigen Auswurf der Gesellschaft. Lothar Gothe machte sich vor 40 jahren bis zum heutigen Tage gemein mit dem nicht "verwertbaren Ausschuß" des Industriekapitalismus, mit denen, die nicht im Leistungsstress und in der Knochenmühle der Fabriken mithalten können. In einem längeren Gespräch mit dem Kölner Stadt Anzeiger berufte sich 1968 der junge antiautoritäre Herz-Jesu-Sozialist auf den kämpferischen, den zornigen Jesus, der das römische Imperium von innen her erschütterte. Nicht auf das süßliche allerliebste entschärfte Jesuslein, sondern auf Jesus den spirituellen Revolutionär, dessen Welt tatsächlich nicht von dieser Welt war und ist. TachelesRegional erinnert mit dem Wiederabdruck des längeren Gesprächs des jungen Lothar Gothe mit einem Journalisten des Kölner Stadt Anzeigers daran, dass die revolutionär-spirituelle Botschaft von Jesu heute aktueller denn je ist.

Dateilinks

Jesus, der erste 68er

Weihnachten 1968

Interview mit Lothar Gothe, Kölner Stadtanzeiger, 1968

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