Bananenrepublik

B 50 neu: Europas teuerste Sackgasse? Baubeginn des Moselübergangs völlig unklar!
| 20. Dezember 2008 
B 50 neu: Europas teuerste Sackgasse? Baubeginn des Moselübergangs völlig unklar! Dies war die authentische Überschrift des TV vom 24. 11. 2008 ! Leserbrief zum EAZ Artikel 49. KW 2008, Startschuss zum Weiterbau „B 50 neu“ fällt.

Dies war die authentische Überschrift des TV vom 24. 11. 2008!

Finanzstaatssekretär Karl Diller (SPD), wie von der EAZ bebildert, mit seinem polit-ignoranten Lächeln, scheint wohl auf einem anderen Stern zu leben, fern ab von realen, zu berücksichtigenden Fakten in der Frage "B 50 neu" wie auch im distanzierenden Abstand zu den direkt und indirekt betroffenen Bürgern unserer Region.

Nicht angesprochen hat er die sechs bis sieben jährige Bauzeit (!) und deren Auswirkung auf Menschen, Ökologie, Tourismus, Landwirtschafts- und Winzerbetriebe unsere Heimatregion. Nicht erwähnt hat er auch die durch die Trassenführung gefährdeten Hangrutschgebiete im Moselbereich Zeltingen, Graach und Schäferei, die den Moselanern bereits jetzt schon handbreite Risse in Haus und Keller bescheren und weiterführend buchstäblich auf den Kopf zu fallen drohen. Diesbezüglich lahmt bereits auch schon die angestrebte Flurbereinigung in der Graacher Gemarkung Richtung Bernkastel.

Weiterhin, ohne jegliche planerische Sensibilität wie auch Erkenntnis, führt zu dem die geplanten Straßentrasse oberhalb der Graacher Schäferei, im Abstand von nur etwa 10 m, auch noch an einem bereits abgerutschtem, bewaldeten Steilhang vorbei, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, durch ggf. notwendige Tiefbau- und Erdbewegungsarbeiten und nach Fertigstellung der Straße sowie später folgenden Schwerlastverkehr, in Mitleidenschaft gezogen wird. Die Weiterungen sind unüberschaubare Folge- und Nachsorgekosten, die, nach dem sie anfallen, keiner Planungspreiskontrolle mehr unterliegen!

Unerwähnt läßt Diller, einig im Geist mit seinen SPD Parteispezis Hering in Mainz und Tiefensee in Berlin, gleichsam die schwermetallbelasteten Abraumstäube in Bereich des historisch vormaligen Bergamtes (!) Bernkastel, mit seinem historischen Stollenabbau von Blei und Zink, die während der Bauzeit imitierend in alle Himmelsrichtungen verwehen, da mehrere Talsolen der Straßentrasse bis zu 34 m Höhenunterschied verfüllt werden müssen.

Hierbei ist vorsorglich daran zu erinnern, daß bereits der Abraum des Burgbergtunnels, Bernkastel Richtung Longkamp, unter diesem Gesichtspunkt streng kontrolliert und dokumentiert, in Andel unter einer entsprechenden Abdeckung eingefriedet ist und nicht betreten werden soll!

Nach Erkenntnis von seinerzeit beobachtenden Anwohnern sollen sich in dem Abraum ganze Blei- und sogar Pechblendebrocken in dem Bruchgestein befunden haben. Gänzlich unberücksichtigt bleiben zudem die womöglich Radon(gas)konzentrationen, die mit solchen Schwermetallvorkommen einhergehen.

Zudem kann man dieses Brückenmonster "B 50 neu", mit 167 m Bauhöhe, worunter man bequem den Kölner Dom unterbringen könnte, sicherlich nicht in die Vorstellungswelt internationaler Eifel-Mosel-Hunsrück-Ferienbesucher einbringen, die eine naturnahe, intakte Ferienregion und eine "liebliche Mosel" erwarten.

Gerade in der Gemeinsamkeit unsere Eifel-Mosel-Hunsrück Region, die mit ihrer mediterran ansprechenden wie auch ländlich-idyllisch bezogenen Eigentümlichkeit im absoluten Kontrast zu den Ballungsräumen steht, sind eben solche Gigantomanien befremdlich, baulich wie finanziell und dies bereits ohne die zu erwartenden, irreversiblen

Folgelasten für Mensch, Tier und Ökologie, auf Generationen.

Es ist erstaunlich, welche im Laufe der Jahre allgemein gegensätzlich politischen Interessensgruppen sich an dieser Bau- und Gewinnaufgabe delektiert haben und es weiter tun, als Duftmarkensetzer, Bastapolitiker und neuzeitliche Sozialfaschisten, selbstverständlich zum Nutzen des Volkes...!

Wir werden diesen Nutzen zukünftig zu spüren bekommen, wie wir es neuerlich in anderen Bereichen bereits spüren. Wir sollten uns langsam aber sicher darum bemühen, diesen polit-egomanischen Elementen demokratisch vereint entgegenzutreten, ... denn wir sind das Volk ...!


Dieter Wermes

54533 Hasborn

Am Bahnhof 26

T/F 06574 230


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