AMI GO HOME - RUSKI IDI DOMO !

| 21. August 2008 
Die Spannungen zwischen den USA = NATO und Russland auf der anderen Seite steigen an. Ein neuer Rüstungswettlauf ist im Gang. Und von der US-Airbase Spandgahlem aus traktieren US-Kampfjets wieder vermehrt die Anwohner/inne in der Mosel-Hunsrück-Eifelregion mit höllischem Kriegslärm. Der verantwortliche Redaktuer von TachelesRegional meint, dass es Zeit wird ungebetene Gäste nach Hause zu schicken. Hier sein Leitartikel.

"Wir dachten die Amerikaner würden kommen und uns helfen, denn Georgien ist viel zu schwach gegenüber dem mächtigen Russland!" So ein 18-jähriger georgischer Soldat in Giri, der Geburtststadt Stalins, gegenüber der schweizerischen Wochenzeitschrift (WOZ).

Und Ruck-Zug, ungeachtet aller Proteste, hat die polnische Führung nach dem harten russischen Gegenschlag tief ins russische Kernland zugestimmt, dass zukünftig amerikanische "Abwehrraketen" in Polen stationiert werden. Der Georgienkrieg diente US-Präsident Bush als willkommener Anlaß, um endlich die widerspenstige Mehrheit in der polnischen Bevölkerung zu brechen. Die prompte Reaktion Russlands: "Polen rückt damit wieder ins Visier unseres Raketenabwehrsystems!" Mit anderen Worten: Polen rückt somit ins Zentrum des Spannungsfeldes der rivalisierenden Großmächte USA und Russland. Entgegen der vollmundigen Erklärungen der polnischen Führung, die behauptet, dass man nun mehr Sichrheit an der Seite der stärksten Militärmacht der Welt erlange, ist genau das Gegenteil der Fall. Die vielbeschworene Unabhängigkeit Polens ist preisgegeben worden für eine ungewisse Zukunft, weil man sich aus freien Stücken einen neuen Oberherrn unterordnet.

Ähnliches ereignet sich in Georgien. Hier sind die USA militärisch schon längst präsent. Systematisch "vergessen" wird in der Medienberichterstattung, dass in Georgien immer noch US-Militärberater stationiert sind. 127 bekannte die globale US-Militärzeitung "Stars and Stripes". Und die sollen nicht abgezogen werden, anders als die russischen Truppen.

Dort, wo sich die USA erst einmal eingenistet haben mit Militärberatern, mit Stützpunkten, sind sie anschleißend meist nicht mehr abgezogen. Die russisch-sowjetischen Truppen aus der ehamaligen DDR und dem ehemaligen Ostblock wurden hingegen alle ohne Gewaltanwendung seinerzeit von Gorbatschow abgezogen. Ermöglicht wurde dies durch eine breite blockübergreifende unabhängige Friedens- und Bürgerrechtsbewegung.

Die NATO rückte nach dem Berliner Mauerfall überall so weit als möglich Richtung Russland vor. Ein von allen Besatzungstruppen - einschließlich Gesamtdeutschland - befreiter Friedenskorridor in Eurasien wurde nicht geschaffen. Die erhoffte Friedensdividende wurde nicht eingelöst.

Stattdessen wähnt sich Russland - und auch China - von den weltweit über 700 US-Kriegsbasen umzingelt und bedroht. Und antworten ihrerseits mit zunehmend agressiver werdenden Nationalismus und Aufrüstung. Georgien, Polen und Deutschland sind da nur Schachfiguren im großen Schlagabtausch um die globale Kontrolle der Roshstoffquellen durch die Großmächte. Was jetzt noch fehlt ist, dass Russland - zusammen mit China? - im karibischen Hinterhof der USA, auf Kuba ein "Raketenabwehrsystem" installieren, um nach den Tode der Büder Castro den "kubanischen Sozialismus" mit allen Mitteln gegen eine mögliche US-Invasion zu verteidigen.

Kaum also sind die US-Kampfjets von der Irakfront - wo sie viele unschuldige Zivilsten umgebebracht haben - zur Heimatbasis in Spangdahlem zurückkehrt, wird mit ohrenbetäubenden Lärm der nächste Krieg (im Iran, im Kaukasus ?) geprobt. Donnern in Sichthöhe über unsere Dörfer hinweg, sodass unsere Kinder verschreckt aufschreien.

Im Trierischen Volkfreund trudelt darauf hin eine wahre Leserbriefflut ein mit dem Tenor. "Gäste führen sich so nicht auf." Vereinzelt verweisen Leserbriefschreiber/innen darauf, dass wir es hier vielleicht mit "ungebetenen Gästen" zu tun haben könnten. Denn "ungebetene Gäste" wirken auf andere "ungebetene Gäste" wie islamistische Terroristen wie ein unwiderstehlicher Magnet. Und noch eins: Die "ungebetenen Gäste" auf dem US-Kriegsbasen in Deutschland lassen sich ihre Kriegsvorbereitungen und den damit verbundenen Lärmterror einschließlich Ansturzrosiko jährlich mit ca. 1 Mrd € "honorieren".

Man stelle sich vor, diese Summen würden u.a. in den Aufbau von riesigen Energielandschaften - wie in Morbach geschehen mit der Umwandlung des ehmaligen US-Munitionslager - investieren. Auch und sogar vorrangig mit friedenspolitischer Absicht!

In diesem Sinne gilt regional und weltweit; "Ami go Home! Ruski idi Domo ! " Dort gibt es für sie genug zu tun, genau so wie für uns, um die komplette Umstellung von nicht erneuerbaren Energieträgern auf ermeuerbare zu realisieren. Als Besicher von Energielandschaften errrichtet auf ehemaligen Kriegsbasen sind sie, Amerikaner oder Russen, dann willkommen, jederzeit! 

 

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