Bürger, rettet Eure Bahn!

Bürgerbahn statt Börsenwahn
|  3. August 2007 
Keine Nachrichtensendung ohne Neuigkeiten der beabsichtigten Privatisierung der Deutschen Bundesbahn. Weil „die Bundesregierung die Deutsche Bahn für einen Schleuderpreis verramschen und auf Mitspracherechte verzichten will“, ruft campact zu einer Briefaktion an die Verkehrsminister der Länder auf, um durch massiven Bürgerprotest die sonst drohenden Streckenstillegungen, ausgedünnten Fahrpläne und höheren Fahrpreise zu verhindern. Da sollte jeder mitmachen, denn der Bundesrat kann das Gesetz noch stoppen!

Auf der Internetseite von campact - http://www.fahrplanretter.de/bahn/bl1/bula (oder oben rechts anklicken) - kann ein vorbereiteter Text aufgerufen und verwandt werden. Ich selbst habe ihn etwas abgewandelt – gerne von jedem zu nutzen – und an den rheinland-pfälzischen Verkehrsminister Hendrik Hering folgendes geschrieben:

„Sie werden in den nächsten Wochen im Bundesrat über den Gesetzentwurf zur Privatisierung der Deutschen Bahn AG entscheiden. Ich wohne in Rheinland-Pfalz und begrüße es, dass Sie, Herr Verkehrsminister, sich in den letzten Wochen kritisch zum von der Bundesregierung beschlossenen Gesetzentwurf zur Privatisierung der Bahn geäußert haben. Ich habe mich gefreut, dass Sie den vorliegenden Gesetzentwurf kritisch sehen und bitte Sie ganz dringend, ihn im Bundesrat abzulehnen.

Diese Bahnprivatisierung verschlechtert das Angebot für mich als Fahrgast. Wenn Kapitalinvestoren nur Renditezielen folgen, drohen Fahrpläne ausgedünnt, unrentable Strecken stillgelegt, der Service verschlechtert und Fahrpreise erhöht zu werden. Damit würde der Staat seinen Auftrag aus dem Grundgesetz nicht mehr erfüllen, für ein flächendeckendes Verkehrsangebot auf der Schiene zu sorgen.

Die Bahn würde weiterhin mit Steuergeldern finanziert, und zwar nicht zu knapp, ohne dass die Politik über die Verwendung der Mittel und über regionale Investitionsschwerpunkte mitentscheiden könnte. Was hat das eigentlich noch mit Privatisierung zu tun, wenn der Private nur subventioniert mit Steuergeldern auf den Markt gehen kann? Es ist zu befürchten, dass die Deutsche Bahn AG massiv Trassen- und Stationsgelder erhöht und damit weniger Leistung für höhere Preise erbringt.

Setzen Sie sich für eine kundenfreundliche, preisgünstige und zuverlässige Bahn ein, die für schnelle und häufige Verbindungen zwischen den Zentren und in der Fläche sorgt. Wenn sie dann auch in der Fläche von vielen Menschen in Anspruch genommen wird, "rechnet sich das" auch wieder. Bitte stoppen Sie diese Bahnprivatisierung!"

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