Lesermeinung: Mit Tunnelblick in die Unverhältnismäßigkeit

| 16. Juni 2007 
Mit großem Bedauern und Kopfschütteln mussten wir Ihren Kommentar zu unserem Artikel "Kein Applaus für Tierqualerei " zur Kenntnis nehmen.

Herr Oster, leider haben Sie es versäumt zumindest einmal bei unserer Internetpräsenz (externer Link in neuem Fenster folgtwww.gruenistdiehoffnung.de) vorbei zu schauen, denn dort hätten Sie schnell erfahren können, dass wir uns mit vielen weiteren Themen beschäftigen, anstatt uns mit Tunnelblick auf nur einen Missstand zu konzentrieren. Vielleicht hätten Sie dann auch die geforderten Artikel zum Thema Schächten gesehen. Und speziell zu diesem Thema, um es Ihnen deutlich zu machen: Wir sprechen uns gegen jegliche (Aus-) Nutzung und Ermordung von Tieren (incl. Mensch) aus, auch wenn es noch so 'human' gestaltet ist.

Vielleicht hat Sie die Fülle an Informationen einfach überfordert? Dies hat nichts mit Verbissenheit zu tun, sondern eher mit umfassender und gründlicher Auseinandersetzung mit einem Thema.

Herr Oster, auch uns ist es leider bewusst, dass es noch eine Vielzahl mehr an Missständen, neben denen von Ihnen genannten, in unserer Gesellschaft gibt. Welche Absicht Sie allerdings mit der Veröffentlichung Ihres Beitrages beabsichtigen ist uns mehr als rätselhaft. Mit Ihren Attacken und Misskreditierungen machen Sie die Welt nicht zu einem besseren Ort. Für konstruktive Kritik sind wir mehr als offen und dankbar, allerdings denken wir, dass tacheles nicht die geeignete Plattform für Ihr unqualifiziertes Besserwissen ist.

Sie schreiben mehrfach,  Sie könnten sich vorstellen, auch etwas zu tun. Unsere Bitte: So handeln - Handeln Sie doch endlich! Die Welt braucht Menschen, die die Dinge anpacken und nicht nur motzen. Es gibt viel sinnvollere Dinge,  die Sie tun können, als sich selber ein solches Armutszeugnis auszustellen.

Dass mit Paragraphen allein nichts geändert ist, sollte klar sein. Mord, Folter und Vergewaltigung sind eigentlich verboten, doch fehlt manchen Menschen einfach das, was Sie mit „Akzeptanz der Menschen mit Gefühl und Achtung für die Kreatur“ umschreiben. Unterschiedliche Werte- und Moralvorstellung treffen hier in einen Interessen- und Nutzungskonflikt. Und da ist es schön, wenn es Gesetze gibt, die manches verbieten. Mir ist der selbstbestimmte, mündige Bürger mit Menschenverstand und Herz auch viel lieber, als noch mehr Gesetze, aber ohne diese Regeln geht es leider nicht. Deshalb gilt unser Hauptaugenmerk auch der politischen Arbeit und nicht so sehr öffentlichkeitswirksamen Aktionen, die allerdings auch nötig sind. Zum Glück ist die Zahl derer die dadurch verstanden haben, dass es dabei um mehr geht und zum Nachdenken angeregt wurden, größer als Ausnahmen wie Sie.

p.s.
Da Sie ja offensichtlich nicht viel von Arthur Schoppenhauer halten, wie sonst ist Ihre Verhohnepiepelung seiner zu erklären, hier noch ein weiteres Zitat über welches Sie einmal nachdenken können:

„Ehrfurcht vor dem Leben bedeutet Abscheu vor dem Töten.“ (eines jeden Lebewesens)

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