Hoher Wasserpreis ist teilweise hausgemacht

Presseerklärung
Helmut Schuh, Vorsitzender 
| 29. Januar 2007 
FWG VG Thalfang e.V. nimmt Stellung

Thalfang. Nun kommt die Stunde der Wahrheit.
Großzüge Investitionen mit hohen Kreditmitteln durch erstmalige Erschließung von Aussiedlerhöfen mit öffentlichen Versorgungsanlagen, die Erschließung des Gewerbegebiets Thalfang zu Lasten der Gebührenzahler, Spartarife unter den Gestehungskosten für Abnehmer, die den Wasserbezug steuerlich absetzen können, der unnötigerweise vorgesehene Anschluss an die Primstalsperre, die seinerzeit weit über die Planung hinausgehende Sanierung des Zentralhochbehälters bei Thalfang-Bäsch, die Überlassung der Quellschüttungen bei Malborn zum Nulltarif an einen Getränkehersteller hat nun alles der Gebührenzahler zu berappen. Kompensiert werden soll die Nichtnutzung der Quellschüttungen in Malborn nunmehr durch den Bau einer Transportleitung in Richtung Hermeskeil zum Preis von 850.000 €, ebenfalls zu Lasten der Gebührenzahler, soweit keine Beihilfen gezahlt werden.

Schöngeredet wird dies von höchster Stelle durch Preisvergleiche mit Wasserlieferanten in Hermeskeil, Kell und Birkenfeld. Dabei ist die Steigerung der Bezugsgebühren um 27 % nur die halbe Wahrheit. Neben den Bezugsgebühren von 332.500 € zahlt der Tarifabnehmer, d.h. der Normalanschlussnehmer, 208.270 € an Wiederkehrenden Beiträgen und hat bereits mit einmaligen Anschlussbeiträgen zur Bildung von sogenannten Ertragszuschüssen beigetragen, die jährlich mit 86.000 € ertragserhöhend aufgelöst werden. Dies alles führt für den Normalanschlussnehmer zu einem Gesamtbezugspreis von 1,79 €. Dem gegenüber zahlen die Sonder- und Großabnehmer nur Bezugspreise von 0,92 € bzw. 0,99 €. Deshalb wären Verwaltung und Rat der VG Thalfang im Interesse der Gesamtbürgerschaft gut beraten gewesen, dem Vorschlag der FWG zuzustimmen. Weshalb einem Hotelbetrieb Haus Hochwald ein Großabnehmertarif eingeräumt wird, der weit unter den Gestehungskosten liegt, ist rational nicht nachzuvollziehen. Genau sowenig nachzuvollziehen ist in Anbetracht des stark rückläufigen Wasserverbrauchs der Bau einer Transportleitung zur Primstalsperre. Bei den reichhaltigen Quellschüttungen am Fuße von Erbeskopf, Schlaukopf und Steinkopf müsste das Wasser in die umgekehrte Richtung fließen. Der Normalanschlussnehmer sollte sich dilettantischen Wirtschafterei zu seinen Lasten einfach nicht mehr bieten lassen.

Die FWG-Fraktion wird die Aufhebung des Beschlusses zum Wirtschaftsplan 2007 wegen eklatantem Verstoß gegen das Gebot der Gleichbehandlung aller Anschlussnehmer beantragen.

Der Bau der Transportleitung Richtung Hermeskeil ist zu unterlassen. Die Sonder- und Großabnehmertarife sind zurückzunehmen und die Gesamtbezugskosten den Tarifabnehmern anzugleichen. So einfach ist das.

FWG VG Thalfang e.V.
Hochwaldstraße 39
54497 Horath
Helmut Schuh, Vorsitzender

Dateilinks

Entwicklung des Wasserpreises

Preisvergleich

Preisvergleich Wasserversorgung 2006 und 2007 in der VG Thalfang

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