Straßenausbau in Malborn (2)

Zur Kritik eines Malborner Bürgers am Moritatensänger aus dem Hochwald
Hubert Schu 
| 28. August 2006 
Sehr geehrter Herr Lang, mit was soll sich ein Bewerber um das Amt des Verbandsbürgermeisters denn thematisch im Wahlkampf befassen, als mit den Dingen, die den Bürgern wichtig sind. Es ist doch seine Pflicht und natürlich auch seine Chance, Vorgänge aufzu-greifen, die er und etliche andere Bürger anders sehen - Demokratie funktioniert halt nun mal so.

Zu den Kosten der Straßenbaumaßnahmen in Malborn:

Selbst ohne Zuschuss könnten die beiden Anlieger-Dorfstraßen wesentlich preiswerter gebaut werden als vorgesehen, desweiteren ökologischer (u.a. Beachtung der Siedlungswasserwirtschaft), schöner, dorfgerechter und auf die Bedürfnisse und Nutzungsansprüche der Anlieger besser zugeschnitten.

Der Zuschuss selbst lässt eine entsprechende Ausgestaltung der Straßenbaumaßnahme nach Vorstellungen der Gemeinde / der Bürger ausdrücklich zu, ohne dass er verfällt.

Danach bestand und besteht weiterhin die Möglichkeit, unter Hinzuziehung des Dorfplaners eine ortsangepasste Dorfstraße mit den Bürgern zu entwickeln; das würde den Bestrebun-gen des Landes bei der Entwicklung des ländlichem Raumes sehr entgegenkommen und irgendwann hätte Malborn die Chance, etwa beim Dorfwettbewerb ausgezeichnet zu werden.

Die Ausbaubreite etlicher Neubaugebietsstraßen in Malborn zeigt, dass es fraglos mit geringerer Breite und weniger Kosten geht.

Dabei muss ganz klar festgehalten werden, dass zusätzlich entstehende Kosten, etwa für die Erneuerung der Kanalisation oder eine Überdimensionierung der Anliegerstraße wegen überörtlicher Holztransporte nicht vom Straßenanlieger zu tragen sind.

Wenn selbst die Zufahrtsstraße zur Mehrzweckhalle in sparsamer Breite gehalten ist, kann man von den Bürgern kein Verständnis darür erwarten, dass ihre Straße teurer ausgebaut werden soll.

Vor dem Hintergrund der demographischen Veränderungen - ein bedeutender Teil des Ortskerns ist bereits von Unternutzung gezeichnet -, aber auch wegen sonstiger drängender und zu finanzierender Zukunfts-Investitionen z.B. im Energiebereich - die VG Thalfang ist hier Schlusslicht - sehen die betroffenen Bürger wie auch der geforderte Bürgermeister-kandidat keinerlei Notwendigkeit, unverhältnismäßig viel Geld in der Erde zu `verbuddeln´.

Da der Anlieger die Erschließungsanlage letztlich mit 90 % über Beiträge, den Rest über Steuern bezahlt, hat er gemäss üblicher Geschäftsgebräuche auch ein Recht, mitzureden, entsprechend klar vernehmbar zur Wahl des Verbandsgemeindebürgermeisters.

Ein Wähler des Moritatensängers aus dem Hochwald

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