Die Moritat von Malborn

Ein Moritatensänger aus dem Hochwald 
| 13. August 2006 
In Malborn, einem der größeren Dörfer innerhalb der VG Thalfang am Erbeskopf, haben sich Anlieger von zwei Seitenstraßen zusammengeschlossen, um ein Bürgerbegehren gegen überteuerte Straßenerneuerungen, beschlossen vom Ortsgemeinderat, durchzuführen. Dabei stellte sich heraus, dass in einer Seitenstraßen (In der Träf) seit längerem der Kanal marode ist. In diesem Falle müssen nicht die Anlieger für diese Erhaltungsmassnahmen aufkommen, sondern die Verbandsgemeinde. Sollten hier, so fragen sich einige Anlieger, diese Kanalerhaltungsmassnahmen im Zuge der Straßenerneuerungsmassnahmen ohne die Kosten sauber auszuweisen, in einem Rutsch mit verbuddelt werden. Wie auch immer, regten diese Ereignisse einen Hochwälder Moritatensänger, einen Schüler des "armen B.(ertolt) B.(recht)", dazu an, eine MALBORNER MORITAT TachelesRegional zukommen zu lassen, die wir nachfolgend veröffentlichen.

Die Moritat von Malborn
Von einem Hochwaldschüler des armen B.(ertolt)B.(recht)

Der Mensch ist gut, der Mensch ist schlecht
Er tut, was er tut, mehr schlecht als recht
Und gar ein Amt er bekleidet, er besonders leidet

Die Zeiten sind modern, Fortschritt nicht aufzuhalten
Eingeebnet Stadt und Land, Wachstum darf nie erkalten
Am liebsten New York, London, Luxemburg, Trier, Thalfang, Malborn...

Bequem und angenehm lebt sich mit Pump und Steuerschuld
Das ist der Geldkreislauf, dem gilt unsere Huld
Sich dem zu entziehen ist kein feines Anliegen

Wir tragen unser schweres Amt und wissen um der Bürger Wohl
Es geht nicht anders, sonst wäre alles eitel und hohl
Denn Ihr habt uns gewählt, auf dass wir entscheiden

Bringt uns doch nicht in Verlegenheit mit Bürgerbegehren
Argumenten, Sachverstand, Versammlungen und verqueren
Fragen und Fragen und Fragen, die uns plagen

Entschieden ist entschieden, und doch nicht entschieden ?
Heilige Maria hilf, sind wir denn so verschieden ?
Also gut, wir geben uns einen Ruck

Und praktizieren sie, die schwergewohnte Demokratie
Die lebt ohne Fehler der vielen nie
Wir stellen uns dem lustbetonten lebendigem Risiko

OK! Ihr habt ein Anliegen! Wir haben verstanden!
Erhalten und Bewahren sei zugestanden
Erneuerung nur soweit, wie´s der Geldbeutel verträgt

Nicht hoch hinauswachsen wollen wir
Bescheiden mit dem unserm auskommen, das wär unser Pläsier
In Malborn oder wo auch immer

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