Klein – aber fein!

Landtagswahl: FDP, B90/Grüne und WASG bei der VBB
| 15. März 2006 
„Parteien zur Wahl“ – unter dem Motto hatte die VBB nach Morbach eingeladen. Zugesagt hatten alle kleinen Parteien, die bei uns mit Wahlkreiskandidaten antreten, also FDP, Bündnis 90/Die Grünen, WASG und FWG. Die „Großen“ waren wegen anderweitigerer Verpflichtungen nicht in der Lage, den Kandidaten oder einen Vertreter zu schicken. Schade? Überhaupt nicht.

Mit Britta Steck von den Grünen, Frank Klein, der den verhinderten Direktkandidaten Ulrich Schwab von der FDP vertrat, und Hans-Werner Jung von der WASG - Manfred Hower von der FWG musste ganz kurzfristig absagen-, konnten die Anwesenden sich angeregt und fachlich fundiert unterhalten, ohne die sonst üblichen Effekt heischenden Phrasen. Davon machten sie – auch eine kleine, aber feine Schar – regen Gebrauch.

Ganz großen Raum nahm die Diskussion über Schul- und Bildungspolitik ein. Und bei allen Unterschieden im Detail gab es eine übereinstimmende Zielvorstellung: Bildung muss den Kindern gerecht werden und Selbstständigkeit in Verantwortung und soziale Kompetenz vermitteln, von Anfang an. „Bei uns wird Deutsch, Mathematik, Französisch .... unterrichtet. Wenn man in Finnland einen Lehrer fragt, was er unterrichtet, lautet die Antwort: Kinder“. Damit traf ein Teilnehmer den Nagel auf den Kopf.

Dass in der Grundschule und auch schon im Kindergarten Gärtnern und Kochen auf den Stundenplan gehören, war einhellige Meinung. Der Mensch muss wissen, was ihn am leben erhält und woher es kommt. Weit verbreitet ist gerade in Bezug auf die alltäglichen, aber lebenserhaltenden Dinge eine gewisse Bequemlichkeit, gar „Bedienungsmentalität“. Und es ist ein wichtiger Schritt aus der damit untrennbar verbundenen Abhängigkeit, wenn Mensch lernt, dass man sehr wohl selbst für sich sorgen kann.

In einem demokratischen Staat ist jeder Bürger aufgerufen zum Mittun und Mitdenken. Auch diese Einstellung und die Bereitschaft dazu soll nach Überzeugung der „kleinen“ Parteienvertreter in der Schule mehr Bedeutung bekommen, sowie neben der Vermittlung sozialer auch die von wirtschaftlicher Kompetenz.

Den Gästen des Abends war anzumerken, dass es ihnen Ernst ist damit, Bürgerinnen und Bürger einzubeziehen und seine eigenen Vorstellungen abzuwägen.

Fazit der VBB: Sie empfiehlt, die kleinen zu wählen, weil sie auf keine von ihnen im rheinland-pfälzischen Landesparlament verzichten möchte.

 

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